reveekly 43: Blaue Häuser, grüne Filme und bunte Straßen

Autor // Anke Schuhardt
Posted in // reveekly
Date // 23 Dez 2011

Ob eBooks tatsächlich die besseren Bücher sind und wie glücklich der Weihnachtsbraten sein kann – unsere Presseschau reveekly zeigt, was uns in dieser Woche inspiriert und beeindruckt hat.

Ab auf die Couch!

Für alle, die es sich an kalten, dunklen Winterabenden gerne auf dem Sofa gemütlich machen, hat die Utopia-Community ein Alphabet der besten grünen Filme zusammengestellt. Unter A wie Atomkraft wird „Yellow Cake“ präsentiert, bei der Erde gibt es „Home“ zu sehen und unter U wie Umweltzerstörung die Doku „Die Bucht“, die zeigt, wie die Liebe zu Delfinen den Tieren zum Verhängnis wurde.

Wände voll Energie

Häuserfassaden, mit denen sich Energie produzieren lässt – wie das funktionieren kann, zeigt ein neues Experiment der Hochschule Wismar. Mithilfe von Frostschutzmittel und einer Wärmepumpe wird eine Temperaturdifferenz zwischen der Fassade und der Umgebung hergestellt, durch die sich Energie gewinnen lässt. Dadurch wiederum wird ein Wärmespeicher betrieben, der zum Beispiel für die Heizung genutzt werden kann. Hört sich kompliziert an, ist aber sehr praktisch, da es – anders als bei Solarkollektoren – unabhängig von der Sonne funktioniert.

„I live by the river!“

Sind eBooks nun die Zukunft oder nicht? Da die Meinungen weit auseinander gehen, hat Johnny Häusler von Spreeblick beschlossen, es selbst auszutesten. Seit wenigen Tagen ist „I live by the river! – 15 Geschichten“ für ‘nen knappen Euro bei Amazon und via iTunes erhältlich – und die Verkaufszahlen steigend rasend an! Wer aus seinem Blog nun sein eigenes eBook machen will, kann das ganz einfach mit dem Plugin my eBook, das auf dem letzten Twittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Was gibt’s denn da zu sehen?

Über Kim Jong Ils Tod gab es diese Woche viel zu lesen – zu selten aber kam der großartige Tumblr-Blog „kim jong-il looking at things“ dabei vor. Für alle die ihn bis jetzt verpassen haben: anschauen! Denn ob Berge, Pullis oder Soft-Drinks – es gibt immer was zu sehen.

Schlumpfhausen

Eigentlich war es nur ein Werbegag von Sony, doch jetzt lieben die Menschen des spanischen Dorfes Juzcar ihre blauen Häuser. Die Liebe geht soweit, dass die Mehrzahl der 221 Einwohner sich dazu entschlossen hat, dass die Häuser blau bleiben und nicht wieder weiß angestrichen werden. Warum? Die Touristenzahlen sind (angeblich) explodiert.

Glücklicher Weihnachtsbraten

Der Umwelt und den Tieren zuliebe – wie wäre es dieses Jahr mit veganen Alternativen zum Weihnachtsbraten? Damit ihr gar nicht lange suchen müsst, haben wir euch ein paar Rezepte rausgesucht: Als Vorspeise gibt es Maronen-Suppe, der Hauptgang besteht aus Seitan-Rollbraten, dazu gibt es Rotkraut mit selbstgemachten Knödeln. Und wenn dann noch Platz ist, Apfel-Marzipan-Taschen zum Nachtisch. Lecker! Ihr habt schon alles eingekauft? Macht nichts, das nächste Familienfest kommt bestimmt.

Kunst auf der Straße

Diese Zusammenstellung der 106 besten Streetart-Fotos 2011 muss man einfach lieben! Ob 3D-Kreide Zeichnungen von Lego-Männchen, Bansky-Werke oder die kleinen Menschen von Slinkachu – jedes der 106 Street-Art-Werke ist großartig.

Last-Minute-Geschenke

Morgen ist Weihnachten und du hast immer noch nicht alle Geschenke beisammen? Dann jetzt aber schnell! Stifte, Schere und Papier raus und los geht’s. Birte Frey zeigt wie schön selbstgemachte Last-Minute Geschenke sein können – wie wäre es zum Beispiel mit einer Schneekugel, Lezezichen oder buntem Geschenkpapier? Wer zwei linke Hände hat, aber trotzdem nicht den üblichen Brauche-ich-eh-nicht-Kram verschenke möchte, für den hat Corinna Klingler ein paar Tipps parat: Wieso nicht Milchkühe für philippinische Bauernfamilien, Schulgebühren für Mädchen in Ruanda oder Zahnbehandlungen für Kinder in Ghana verschenken? So lässt sich mit wenig Geld ein Stück Hoffnung verschenken.

Occupy Me!

Aufmerksame reveekly-Leser wissen bereits, dass sich Marek Rohde und Ilona Koglin vom „Für eine bessere Welt-Blog“ vor ein paar Wochen auf den Weg gemacht hat, um die Occupy-Bewegung in sieben deutschen Städten zu filmen. Sie wollten wissen, was die Menschen motiviert und was sie bewegen wollen. Jetzt ist „Occupy Me!“ fertig; ein 80-minütiger Doku-Film über den „Deutschen Herbst 2011″:

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Anke Schuhardt

Online-Journalistin, die Print liebt und momentan alles liest, was ihr zum Thema Ernährung und Veganismus unter die Finger kommt. Gerade bedeutet das fünf verschiedene Bücher auf einmal. Denn wenn die 24-jährige etwas macht, dann mit vollem Einsatz und voller Begeisterung. So auch ihr aktuelles Projekt: mit dem Herznote Verlag veröffentlichte sie das Blogger Bookazine CIRCUS, das gleich weltweit erschein und über 300 Seiten stark war. Seit dem Sommer ist sie mit ihrem Studium fertig und lebt jetzt erst einmal für ein halbes Jahr in Johannesburg. Von Südafrika aus betreut sie das reverb Magazine und schreibt täglich neue Themenideen in ihr Notizbuch. Wie zum Beispiel die Frage, warum niemand in Johannesburg Fahrrad fährt und wie man die Südafrikaner dazu bringen könnte, ihren Müll zu trennen.

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